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Nettopolice

NettopoliceNettopolicen sind Versicherungstarife, die netto kalkuliert werden. Sie enthalten keine Kosten für die Beratung und die Vermittlung einer Versicherung. In Deutschland sind Nettopolicen bislang noch recht unbekannt. Bekannter sind Versicherungstarife, die eine Provision enthalten und daher auch als Provisions- oder Bruttotarife bezeichnet werden. Die Provision zahlt der Versicherer dem Makler direkt für seine Dienstleistung. Bei Nettopolicen ist das anders. Bei diesen Tarifen erhält der Makler keine Provision von einer Versicherungsgesellschaft, sondern wird vom Kunden direkt mit einem Honorar bezahlt. Nettopolicen werden daher auch als Honorartarife bezeichnet. Der Makler stellt dem Versicherungsnehmer für seine Dienstleistung ein Honorar in Rechnung.

Das hat für den Versicherten klare Vorteile:

  1. Er weiß genau, was er für die Beratung und die Vermittlung der Nettopolice zahlen muss. Die Kosten sind sehr transparent.
  2. Der Kunde weiß nicht nur, wie hoch das Honorar des Maklers ist, sondern kann auch nachvollziehen, wie hoch die Verwaltungskosten der Nettopolice sind, die der Versicherer ausweist.

Ein weiterer Vorteil liegt für den Kunden darin, dass er mit einer Nettopolice viel schneller Vermögen ansparen kann. Denn gleich von Versicherungsbeginn an wird ein höherer Anteil der Versicherungsprämien direkt für die Altersvorsorge angelegt. Anders bei Bruttotarifen: Da zieht die Versicherung in der ersten Zeit nach Vertragsabschluss immer einen Anteil für Abschlusskosten von den Versicherungsbeiträgen ab. Damit wird die Provision des Maklers bezahlt. Weil das bei Nettopolicen nicht der Fall ist, beginnt der Kapitalaufbau unmittelbar nach Abschluss des Versicherungsvertrages in einem größeren Umfang. Das führt letztlich zu höheren Erträgen.

Für die private Altersvorsorge stellen Nettopolicen daher eine interessante Option dar.


Was Sie über die Honorarvermittlung wissen sollten

Bei der Honorarvermittlung zahlt der Versicherte dem Makler ein Honorar für seine Dienstleistung. Der Versicherungsnehmer schließt mit dem Makler eine Honorarvereinbarung zum Abschluss einer Nettopolice ab. Bei erfolgreicher Vermittlung einer Nettopolice hat der Makler sein Honorar verdient. Neben der Honorarvereinbarung schließt der Kunden einen Versicherungsvertrag über seine Altersvorsorge mit einer Versicherungsgesellschaft ab, die den vom Makler empfohlenen Tarif anbietet. Dabei handelt es sich um einen provisionsfreien Nettotarif. Vermittlungsgebühren und Versicherungsbeiträge sind bei der Honorarvermittlung klar voneinander getrennt.

Daraus ergibt sich für den Versicherten eine große Transparenz. Er weiß genau, was ihn Beratung und Vermittlung kosten und welchen Beitrag er in die Versicherung einzahlt.


Warum lohnt sich der Abschluss einer Nettopolice?

Wer eine Nettopolice abschließt, zahlt die Beratungs- und Vermittlungskosten eines Versicherungsmaklers getrennt von den Prämien für den Versicherungsvertrag. Auf den ersten Blick scheint es so, als ob die Vermittlungskosten im Vergleich zu einer provisionsbasierten Versicherung zusätzlich anfallen. Das ist jedoch keineswegs so, denn auch bei einem Provisionstarif zahlt der Versicherte für Beratung und Vermittlung. Die Kosten (Provision) dafür sind in den Versicherungsbeträgen bereits fest einkalkuliert.

Bei Nettopolicen wird das Honorar des Maklers nicht direkt von den Versicherungsbeiträgen abgezogen, sondern separat vergütet. Von Anfang an kann so ein höherer Anteil der Versicherungsbeiträge direkt in die Versicherung fließen. Aus diesem Grund beginnt sofort nach Abschluss einer Nettopolice ein deutlich schnellerer Vermögensaufbau, was durch die langjährige Verzinsung letztlich zu höheren Erträgen führt.


Welche Vorteile bietet eine Nettopolice?

Der Abschluss einer Nettopolice bringt Versicherten verschiedene Vorteile. Das gilt in besonderem Maße bei kapitalbildenden Versicherungen, wie zum Beispiel privaten Rentenversicherungen. Die Vorteile von Nettopolicen bestehen in:

  • Hoher Transparenz
  • Höheren Kapitalerträgen
  • Höheren Rückkaufswerten

NettopoliceDie hohe Transparenz ergibt sich für Versicherungsnehmer daraus, dass die Kosten für Beratung und Vermittlung nachvollziehbar ausgewiesen werden und vom Versicherungsvertrag getrennt sind. Der Versicherte weiß daher genau, wie viel er für Beratung und Vermittlung zahlen muss. Ebenso weiß er, welchen Betrag er in den Versicherungsvertrag und damit in seine Altersvorsorge investiert.

Höhere Kapitalerträge sind mit einer Nettopolice möglich, weil von jeder Prämie ein höherer Anteil in den Versicherungsvertrag fließt und damit mehr für die Altersvorsorge gespart wird.

Dass Nettopolicen einen höheren Rückkaufswert als Provisionstarife haben, hängt ebenfalls mit der Trennung von der Dienstleistung des Maklers und dem Versicherungsvertrag zusammen. Bei Bruttotarifen begleicht der Versicherte in der Anfangszeit mit einem Teil seiner Beitragszahlungen die Provision des Maklers. Dementsprechend fließt in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss ein u.a. um die Provision verminderter Teil der Beiträge in den Kapitalaufbau. Möchte ein Versicherungsnehmer nun seinen Vertrag vorzeitig kündigen, sind die so genannten Rückkaufswerte niedriger, als die Summe der gezahlten Beiträge. Bei einer Nettopolice sind die Rückkaufswerte höher, weil die Versicherungsprämien nicht durch das Maklerhonorar gekürzt werden und mehr Geld angespart wird.


Welche Nachteile bietet eine Nettopolice?

Im Vergleich zu provisionsbasierten Versicherungstarifen bieten Nettopolicen viele deutliche Vorteile, denen auch einige Nachteile gegenüberstehen. Dazu zählen vor allem folgende Punkte:

  • Das Angebot für Nettopolicen ist in Deutschland noch sehr gering. Erst wenige Versicherer bieten Nettotarife an. Daher ist das Angebot noch nicht so vielfältig.
  • Bei einer Honorarvermittlung stellt der Berater eine Rechnung, wenn er die vereinbarte Leistung (die Vermittlung eines Nettotarifes) erbracht hat. Diese Rechnung ist üblicherweise sofort in voller Höhe fällig. Damit sind noch nicht so viele Verbraucher vertraut.

Inwieweit die genannten Punkte wirkliche Nachteile sind, ist immer abhängig von dem Einzelfall. Eine kleine Auswahl an Tarifen ist zum Beispiel nicht zwangsläufig ein Nachteil, solange die Tarife die Bedürfnisse der Versicherungsnehmer optimal abdecken.


Was sollte ich beachten, bevor ich eine Nettopolice abschließe?

Versicherte sollten bei der Nettopolice beachten, dass sie die Vermittlungskosten separat zahlen und in ihrer Kalkulation berücksichtigen müssen. Über Höhe und Fälligkeit des Honorars treffen Versicherungsnehmer und Berater eine Honorarvereinbarung. Darin sind die Leistungen des Maklers und sein Honorar genau geregelt. Das ist für viele Versicherungsnehmer ungewohnt. Gerade im Zusammenhang mit der Beratung und der Honorarvereinbarung ist beim Abschluss von Nettopolicen einiges zu beachten. Eine Honorarvereinbarung über die Vermittlung einer Nettopolice sollte transparent und präzise sein. Leistungen des Maklers sollten darin genau festgelegt werden, ebenso die Höhe des Honorars, die Fälligkeit und die Zahlungsmodalitäten.


Ist es möglich, zusätzliche Bausteine in einer Nettopolice mitzuversichern?

Nettopolicen unterscheiden sich in der Regel in ihrer Funktion und im Leistungsumfang nicht von Provisionstarifen. Daher können genauso wie bei Provisionstarifen zusätzliche Bausteine mitversichert werden. Welche das sein können, hängt vom Bedarf des Kunden ab. Im Bereich der privaten Altersvorsorge können zum Beispiel häufig mitversichert werden:

  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Pflegeversicherung (auch ohne Gesundheitsprüfung)
  • Hinterbliebenenabsicherung

Wann setzt der Versicherungsschutz einer Nettopolice ein?

NettopoliceBeim Versicherungsbeginn gelten bei einer Nettopolice ähnliche Regelungen wie bei Bruttotarifen. Das Datum des Vertragsabschlusses muss nicht automatisch der Versicherungsbeginn sein. Im Versicherungsvertrag wird in der Regel ein bestimmter Zeitpunkt vereinbart, ab dem die Nettopolice gilt. Üblich sind zum Beispiel der Erste oder der 15. des Folgemonats auf den Vertragsabschluss. Zu dem vereinbarten Zeitpunkt gilt der Versicherungsvertrag. Damit ist auch der Versicherungsnehmer verpflichtet gemäß dem Vertrag seinen Beitragszahlungen nachzukommen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Erstbeitrag zu. Mit der Zahlung dieses Beitrags tritt der Vertrag in vollem Umfang in Kraft. Zahlt der Versicherte den ersten Beitrag nicht, behalten sich Versicherungsanbieter oft vor, vom Versicherungsvertrag zurückzutreten.

Zu unterschieden sind bei Nettopolicen im Bereich der privaten Altersvorsorge eine Anspar- und eine Leistungsphase. Einfach gesagt zahlt der Versicherte in der Ansparphase die vereinbarten Prämien, in der Leistungsphase erbringt die Versicherungsgesellschaft die vertraglich festgelegte Versicherungsleistung. Das kann eine einmalige Kapitalzahlung sein, auch regelmäßige lebenslange Rentenzahlungen sind möglich.


Welchen Nutzen hat ein Vergleich einer Nettopolice für mich?

Der Nutzen einer Versicherung steht und fällt mit der Abdeckung der individuellen Bedürfnisse des Versicherten durch einen Versicherungsvertrag. Je nach Absicherungsziel, Ertragserwartungen und Anforderungen an eine flexible Vertragsgestaltung kommen unterschiedliche Formen der privaten Altersvorsorge für Versicherungsnehmer in Frage. Genau den passenden Tarif für einen Versicherungsnehmer zu finden, ist die Aufgabe eines erfahrenen Maklers. Er ermittelt anhand der individuellen persönlichen Gegebenheiten die Tarife, die tatsächlich zu den Bedürfnissen seines Kunden passen. Das gilt auch für einen Vergleich von Nettopolicen und Bruttotarifen. Je nach den persönlichen Gegebenheiten kann für einen Versicherungsnehmer auch ein Bruttotarif die bessere Lösung sein. Ein erfahrener Berater berücksichtigt dies. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Makler sowohl Nettopolicen als auch Provisionstarife anbietet.


Ist es möglich, den Versicherungsschutz und die Versicherungsbeiträge einer Nettopolice flexibel an meine Bedürfnisse anzupassen?

Flexibilität spielt bei der Altersvorsorge eine immer größere Rolle. Heute weiß niemand mehr, welche Wendungen das Leben nimmt. Die meisten Nettopolicen für private Altersvorsorge sind sehr flexibel, zum Beispiel bei den Anlagemöglichkeiten. Versicherungsnehmer können bei den meisten Tarifen aus einem breiten Investmentangebot auswählen und ihre Versicherungsbeiträge in verschiedene Fonds fließen lassen. Oft sogar in mehrere gleichzeitig. Ebenso können Beiträge flexibel erhöht oder auch gesenkt werden. Selbst ein vollständiges Aussetzen der Beitragszahlung ist möglich.

Ein weiterer großer Vorteil von Nettopolicen für die private Altersvorsorge besteht darin, Kapital flexibel entnehmen zu können. Es ist damit kurzfristig verfügbar. Eine vorzeitige Kündigung der Nettopolice ist dafür in der Regel nicht notwendig.

Bei Beitragsveränderungen oder auch Kapitalentnahmen sollten Versicherte immer die Auswirkungen auf den späteren Auszahlungsbetrag berücksichtigen. Bei großen Entnahmen, Beitragspausen oder Beitragssenkungen fällt der ausgezahlte Betrag oder auch die Rentenzahlung entsprechend niedriger aus.

Gewisse Einschränkungen bei der Flexibilität gibt es vor allem bei den staatlich geförderten Formen der privaten Altersvorsorge. Hier kann ein sachkundiger Makler weiterhelfen.

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Kann ich die Versicherungsbeiträge einer Nettopolice von der Steuer absetzen?

Ob und in welchem Umfang die Versicherungsbeiträge zu einer Nettopolice von der Steuer absetzbar sind, hängt von dem gewählten Produkt zur privaten Altersvorsorge und den persönlichen Rahmenbedingungen ab. Ein Steuerberater sollte unbedingt hinzugezogen werden.

Sehr allgemein formuliert, kann man sagen, dass Beiträge für eine private Rentenversicherung als sogenannte Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden können – allerdings nur dann, solange die geltenden Freibeträge für die Sonderausgaben durch andere Vorsorgeaufwendungen noch nicht ausgeschöpft wurden, insbesondere durch Beiträge zur Kranken-, Pflege- und gegebenenfalls auch Rentenversicherung.


Worauf muss ich bei der Kündigung einer Nettopolice achten?

Wer eine private Rentenversicherung in Form einer Nettopolice abschließt, kann diese prinzipiell kündigen. Dabei sind die vertraglichen Kündigungsfristen zu berücksichtigen. In den meisten Fällen ist eine Kündigung jedoch nicht empfehlenswert.

Bei Kündigung einer Nettopolice stehen dem Versicherten die Rückkaufswerte, eine Rückerstattung des Maklerhonorars ist jedoch nicht möglich. Eine Kündigung sollte daher nur nach gründlicher Überlegung erfolgen. In den meisten Fällen ist es deutlich günstiger, den Tarif vorübergehend oder auch dauerhaft ruhen zu lassen.


Worauf muss ich bei einem Wechsel einer Nettopolice achten?

NettopoliceDer Wechsel einer Nettopolice stellt nichts Anderes dar, als die Kündigung einer bestehenden und den Abschluss einer neuen Nettopolice. Es sind also gleichermaßen alle Punkte zu beachten, die für die Kündigung und den Neuabschluss einer Nettopolice gelten. Noch stärker als bei einer reinen Kündigung sollten also wirklich gewichtige Gründe für einen Wechsel vorliegen. Die entstehenden Mehrkosten durch ein erneutes Vermittlungshonorar bei einem Wechsel überwiegen viele scheinbare Vorteile oft erheblich. Auf der anderen Seite kann ein Wechsel in eine neue Police, die mehr leistet als der Altvertrag, eine Option sein. Bevor man sich jedoch dafür entscheidet, sollte man die Vor- und Nachteile von einem unabhängigen Berater genau prüfen lassen. Die Kosten spielen bei einem Wechsel in jedem Fall eine Rolle und sollten weder unterschätzt noch vernachlässigt werden.


Was sind die Unterschiede zwischen Provisionsvermittlung, Honorarvermittlung und Honorarberatung?

Am weitesten verbreitet ist die Provisionsvermittlung. Der Versicherungsmakler oder auch ein Angestellter einer Bank, der Versicherungen vertreibt, erhält für jede verkaufte Versicherung eine Provision vom Versicherungsanbieter, die der Versicherte mit seinen Beiträgen zahlt.

Bei einer Honorarvermittlung hat der Kunden den Anspruch auf die erfolgreiche Vermittlung eines Nettotarifes. Dafür erhält der Makler vom Kunden ein Honorar. Kommt kein Versicherungsvertrag zustande, wird auch kein Honorar fällig.

Völlig anders verhält es sich bei der Honorarberatung. Hier erhält ein Versicherungsberater ein vereinbartes Honorar für seine Beratungsleistung. Er schuldet seinem Kunden lediglich die Durchführung einer Beratung. Der Honorarberater analysiert die Vorsorgesituation seines Kunden, welches Produkt und welcher Tarif für den einzelnen Versicherungsnehmer am besten geeignet sind, und spricht Empfehlungen aus.


Ist der Abschluss einer Nettopolice mit Kosten verbunden?

Schließt ein Interessent durch die Vermitltlungstätigkeit eines Maklers eine Nettopolice ab, ist das Maklerhonorar verdient und fällig.


Was kostet die Vermittlung eines Nettotarifes?

Für die Vermittlung eines Nettotarifes zahlt der Versicherungsnehmer einem Makler ein Honorar. Die Honorarhöhe kann auf Basis des Zeitaufwandes des Beraters oder eines Prozentsatzes der Bewertungssumme berechnet werden. Diese ergibt sich aus der Summe der gezahlten Beiträge über die gesamte Laufzeit des Vertrages. Berechnet ein Makler die Vermittlung eines Nettotarifes beispielsweise mit drei Prozent, erhält er bei einem Vertrag mit einer Bewertungssumme von 36.000 Euro ein Vermittlungshonorar von 1.080 Euro.