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Brutto Netto Versicherung

Bei Versicherungstarifen gibt es unterschiedliche Arten. Vor allem eine Unterscheidung von Brutto und Netto Versicherungen ist möglich. Worin unterscheiden sich eine Brutto und eine Netto Versicherung? Gerade für Versicherungsnehmer ist die Unterscheidung nicht ganz einfach. Brutto und netto bedeutet bei Versicherungen vor allem, ob die Kosten für Provision und Vermittlung in den Tarif eingerechnet werden oder nicht. Werden die Kosten in den Tarif mit einkalkuliert, spricht man von einem Bruttotarif. Häufig werden solche Tarife auch als Provisionstarif bezeichnet. Entsprechend sind in Nettotarifen keine Kosten für Vermittlung und Beratung enthalten. Sie werden häufig auch als Honorartarife bezeichnet. Bislang sind in Deutschland vor allem Provisionstarife verbreitet. Die Netto- oder Honorartarife sind noch eher selten zu finden.

Für Versicherungsnehmer unterscheidet sich eine Brutto von einer Netto Versicherung vor allem darin, wie der Versicherte die Kosten für Beratung und Vermittlung bezahlen muss. Zahlen muss er sie in jedem Fall. Bei Provisionstarifen zahlt die Versicherung dem Makler für jeden abgeschlossenen Vertrag eine Provision und deckt damit seine Kosten für Beratung und Vermittlung. Der Versicherungsnehmer zahlt die Kosten mit seinen Versicherungsbeiträgen gewissermaßen an die Versicherung zurück. Aus diesem Grund zieht die Versicherung in den ersten Monaten nach Vertragsabschluss von jeder Beitragszahlung einen bestimmten Anteil des Beitrags ab, bis die Provisionskosten gedeckt sind.

Bei Netto- oder Honorartarifen ist das anders. Der Versicherungsnehmer zahlt dem Makler oder Berater für seine Dienstleistung direkt ein separates Honorar. Das hat den Vorteil, dass kein Abzug vom Versicherungsbeitrag stattfindet und insbesondere bei kapitalbildenden Versicherungen die Beiträge in einem deutlich größeren Umfang in den Kapitalaufbau fließen. Deshalb sind Netto- oder Honorartarife bislang vor allem im Bereich der privaten Altersvorsorge oder bei Lebensversicherungen zu finden.

Vorteile von Netto- gegenüber Brutto-Versicherung

Gegenüber einer Brutto-Versicherung haben Netto-Tarife bestimmte Vorteile. Diese Vorteile leiten sich in hohem Maße von der klaren Trennung der Versicherungsbeiträge von den Kosten für Beratung und Vermittlung ab. Sie bestehen in:

  • Transparenten Kosten
  • Überblick, wieviel Geld tatsächlich in das Versicherungsprodukt fließt
  • Schneller und insgesamt umfangreicherer Aufbau von Kapital
  • Hohes Maß an Flexibilität

Sowohl die transparenten Kosten als auch der Überblick über die Summe, die in das Versicherungsprodukt fließt, ist eine direkte Folge der klaren Trennung der unterschiedlichen Posten. Der Versicherte weiß exakt, welches Honorar er dem Makler oder Berater für seine Dienstleistungen gezahlt hat. Weil keine größeren Abzüge von den Versicherungsbeiträgen erfolgen, weiß er automatisch auch, wieviel Geld er in den Versicherungsschutz investiert.

Im Vergleich zu einer Brutto-Versicherung erfolgt bei einer Netto-Versicherung bei gleicher Beitragshöhe ein schnellerer und insgesamt umfangreicherer Kapitalaufbau. Das liegt daran, dass keine Abzüge für Provisionskosten erfolgen. Die Versicherungsbeiträge fließen von Anfang an in deutlich größerem Umfang in den Kapitalaufbau. Dass keine Provisionskosten von den Versicherungsbeiträgen abgezogen werden, bedeutet nicht nur, dass ein schnellerer Kapitalaufbau stattfindet. Es wird auch mehr Kapital als bei einer Brutto-Versicherung aufgebaut. Beide Punkte sorgen dafür, dass der Versicherte mit höheren Erträgen rechnen kann. Er erhält damit eine höhere Rentenzahlung oder eine entsprechend höhere Einmalzahlung.

Neben hohen Erträgen ist vor allem eine große Flexibilität ein entscheidender Vorteil von Netto-Versicherungen. Das ist speziell bei langfristigen Versicherungen wie der privaten Rentenversicherung oder einer Lebensversicherung besonders wichtig. Kaum ein Versicherungsnehmer kann heute noch absehen, welche Wendungen sein Leben nehmen wird. Es ist für ihn daher besonders wichtig, seinen Versicherungsschutz bei Bedarf schnell und unkompliziert an neue Lebenssituationen anpassen zu können. Genau das ermöglicht eine Netto-Versicherung. Versicherte können:

  • Beiträge erhöhen, reduzieren oder sogar vollständig aussetzen
  • Kapital entnehmen
  • Die zugrundeliegende Form der Kapitalanlage auswählen

Machen Versicherungsnehmer von Beitragsanpassungen, -pausen oder Kapitalentnahmen Gebrauch, müssen sie berücksichtigen, dass dies Auswirkungen auf die Erträge hat. Je nach Versicherungsanbieter können Versicherungsnehmer für ihre Netto-Versicherung eine oder mehrere von verschiedenen Kapitalanlageformen auswählen, die der Versicherung zugrunde liegen. Auf diese Weise lässt sich das Versicherungsprodukt an die eigene Risikobereitschaft aber auch an die Ertragserwartungen anpassen.

Deshalb lohnt sich eine Netto Versicherung

Der Abschluss einer Nettopolice lohnt sich für Versicherungsnehmer neben einer starken Transparenz und Flexibilität vor allem aus zwei Gründen:

  1. Spürbar höhere Ertragserwartungen
  2. Höhere Rückkaufswerte

Die höheren Ertragserwartungen sind ein Punkt, der für jeden Versicherungsnehmer relevant sein dürfte. Sie stellen einen klaren Vorteil einer Netto- gegenüber einer Brutto-Versicherung dar. Mit dem schnelleren und umfangreicheren Kaitalaufbau ist für Versicherungsnehmer noch ein weiterer Vorteil verbunden: ein höherer Rückkaufswert. Insbesondere in der Anfangszeit nach Vertragsabschluss ist der Unterschied besonders deutlich spürbar. Der höhere Rückkaufswert dürfte für wenige Versicherungsnehmer ein entscheidender Vorteil beim Abschluss einer Versicherung sein. Kommt der Versicherungsnehmer jedoch in die Situation, dass er die Versicherung kündigen muss, ist ein höherer Rückkaufswert ein großer Vorteil.

Vor einer vollständigen Kündigung sollten Versicherungsnehmer jedoch grundsätzlich andere Optionen in Betracht ziehen. Zum Beispiel eine umfangreiche Kapitalentnahme. In dem Fall bleibt der Versicherungsvertrag bestehen und kann zu einem späteren, günstigeren Zeitpunkt fortgesetzt werden.

Unterschiede beim Abschluss einer Brutto oder Netto Versicherung

Beim Abschluss einer Netto-Versicherung ergeben sich einige Unterschiede zu Bruttotarifen. Während für Brutto-Versicherungen unterschiedliche Möglichkeiten für einen Abschluss in Betracht kommen, gibt es für Nettotarife vor allem zwei Optionen:

  1. Honorarberater
  2. Versicherungsmakler

Honorarberater sind in Deutschland recht selten. Sie beraten und vermitteln Versicherungstarife ausschließlich gegen Honorar. Sie bieten also keine provisionsbasierten Bruttotarife an. Für den Abschluss einer Netto Versicherung kommen sie durchaus in Frage.

Immer öfter ergibt sich jedoch noch eine weitere Option, die für viele Versicherungsnehmer einen zusätzlichen Vorteil bringt: Der Abschluss über einen Versicherungsmakler. Makler bieten üblicherweise Provisionstarife an. Allerdings nehmen immer mehr Makler auch Netto Versicherungen in ihr Angebot auf. Das hat für den Interessenten den Vorteil, dass der Makler ihn zu beiden Tarifarten beraten und ihm schließlich den Tarif vermitteln kann, der am besten zum Versicherungsnehmer passt. Das kann durchaus im Einzelfall auch ein Bruttotarif sein. Beide Tarifarten bieten spezifische Vorteile.

Worauf ist bei einer Honorarberatung zu achten?

Beim Abschluss einer Netto Versicherung muss der Versicherungsnehmer dem Makler oder Berater für deine Dienstleistungen ein separates Honorar zahlen. Das ist für die meisten Versicherungsnehmer noch ungewohnt. Sie sollten daher auf einige Punkte achten:

  1. Unterscheidung von Honorar-Vermittlung und -Beratung
  2. Honorarvereinbarung

Eine Honorarvereinbarung sollte im Vorfeld einer Beratung oder Vermittlung mit dem Makler oder Berater getroffen werden. Darin werden wichtige Punkte geregelt, wie die gewünschten Leistungen und das dafür fällige Honorar. Wichtig ist in diesem Zusammenhang immer auch eine exakte Unterscheidung von Honorarberatung und -vermittlung. Bei einer Honorarberatung besteht ein Anspruch auf das Honorar sobald der Makler oder Berater einen geeigneten Versicherungstarif empfohlen hat. Bei einer Honorarvermittlung besteht dieser Anspruch erst, wenn der Beratene auch tatsächlich einen Vertrag abgeschlossen hat.