Wieviel spart man mit einer Nettoversicherung?

Was interessiert Sie?
Besteht schon ein Netto-Vertrag?
Sie sind?
In welcher Region wohnen Sie?
Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld ...

Ihre Sparmöglichkeiten werden berechnet.

Jetzt Auswertung erhalten

Nettopolice Nachteile

Als Nettopolice bezeichnet man eine bestimmte Art von Versicherungstarifen. Es handelt sich dabei um Tarife, die wie der Name schon sagt, netto kalkuliert werden. Das bedeutet bei Versicherungstarifen, dass sie keine Kosten für Vermittlung und Beratung enthalten. Das ist nicht selbstverständlich. Weil aber auch Makler oder Berater für ihre Dienstleistungen bezahlt werden möchten, muss der Versicherungsnehmer dem entsprechenden Dienstleister ein Honorar zahlen. Auf diese Weise sind Kosten und spätere Versicherungsbeiträge klar voneinander getrennt. Für Versicherungsnehmer hat das einige Vorteile. Insbesondere beim Kapitalaufbau. Den Vorteilen stehen allerdings auch einige Nachteile gegenüber. Letztlich überragen für die meisten Versicherungsnehmer die Vorteile einer Nettopolice. Überwiegen in einem Einzelfall die Nachteile, kann es sinnvoller sein, einen Provisionstarif zu wählen. Das hängt aber letztlich von den persönlichen Gegebenheiten des Versicherungsnehmers ab.

Provisionstarife sind im Gegensatz zu Nettopolicen in Deutschland sehr weit verbreitet. Sie werden analog zu den Nettotarifen auch als Bruttotarife bezeichnet. Bei diesen Tarifen sind Kosten für Beratung und Vermittlung einkalkuliert. Der Makler erhält für jeden vermittelten Versicherungsvertrag eine Provision. Damit wird er für seine Beratung und die Vermittlung vom Versicherungsanbieter bezahlt. Der Versicherte zahlt die Provisionskosten gewissermaßen mit seinen Versicherungsbeiträgen ab. Der Versicherungsanbieter zieht daher in der ersten Zeit nach Vertragsschluss einen bestimmten Teil von den gezahlten Beiträgen ab. Das macht er solange, bis die Provisionskosten gedeckt sind. Für den Versicherungsnehmer hat das den Nachteil, dass in der Anfangszeit nur ein vergleichsweise geringer Teil seiner gezahlten Beiträge in den Kapitalaufbau fließt.

Welche Vorteile bietet eine Nettopolice

In der Trennung der Kosten für Beratung und Vermittlung von den Versicherungsbeiträgen liegt der entscheidende Unterschied zwischen Brutto- und Nettopolicen. Zahlt der Versicherungsnehmer die Kosten bei einer Nettopolice separat, ergeben sich daraus für ihn verschiedene Vorteile:

  • Die Kosten sind besonders transparent
  • Der Versicherte erkennt auf einen Blick, wie viel er in das Versicherungsprodukt investiert
  • Es findet ein schnellerer und insgesamt umfangreicherer Kapitalaufbau statt

Der schnelle Kapitalaufbau ist ein entscheidender Vorteil von Nettopolicen. Aus diesem Grund werden Nettopolicen vorrangig im Bereich der privaten Altersvorsorge und für Lebensversicherungen angeboten. Bei diesen Versicherungen handelt es sich um kapitalbildende Versicherungen, bei denen die Leistungen von den Erträgen abhängig sind. Zu einem schnelleren und umfangreicheren Kapitalaufbau kommt es bei Nettotarifen, weil keine Abzüge für Provisionskosten von den Versicherungsbeiträgen erfolgen. Das sorgt letztendlich für den Versicherten für höhere Rentenzahlungen oder Einmalzahlungen.

Weil die Kosten für Vermittlung und Beratung von den Versicherungsbeiträgen getrennt sind, weiß der Versicherte auch genau, was ihn diese Dienstleistungen gekostet haben. Gleichzeitig weiß er, wie viel Geld er in das Versicherungsprodukt und damit in den meisten Fällen auch in seine Altersvorsorge investiert. Bei Provisionstarifen ist das nicht so einfach zu erkennen. Das wird mitunter als Nachteil dieser Versicherungstarife aufgefasst.

Gibt es auch Nachteile?

Wie so oft im Leben stehen auch den Vorteilen einer Nettopolice Nachteile gegenüber. Ob und inwiefern sie zum Tragen kommen, ist von Einzelfall zu Einzelfall unterschiedlich. Als mögliche Nachteile einer Nettopolice gelten:

  • Kleinere Produktauswahl
  • Der Versicherungsnehmer muss das Honorar für die Vermittlung und Beratung zahlen, sobald die Dienstleistungen erbracht sind. Das ist für viele Versicherungsnehmer noch ungewohnt.

Die kleinere Produktauswahl ergibt sich bei Nettotarifen daraus, dass sie in Deutschland bislang noch nicht sehr stark verbreitetet sind. Dementsprechend bieten nur wenige Versicherer diese Tarife an. Dies ist aber nicht zwangsläufig ein Nachteil einer Nettopolice. Solange die angebotenen Tarife die Bedürfnisse des Versicherungsnehmers gut abdecken, ist das kein Nachteil. Ein möglicher Nachteil besteht lediglich darin, dass ein Interessent keine geeignete Nettopolice findet, die zu seinen Bedürfnissen passt.

Dass der Versicherungsnehmer dem Berater ein Honorar zahlen muss, ist kein eigentlicher Nachteil. Es ist für Versicherungsnehmer vor allem ungewohnt. Nachteilhaft kann lediglich sein, dass mitunter das Honorar unmittelbar nach Abschluss in einem Betrag zu zahlen ist. Versicherungsnehmer sollten dies im Vorfeld einkalkulieren. Die konkrete Höhe des Honorars kann von Berater zu Berater unterschiedlich ausfallen. Viele Berater berechnen ihr Honorar nach dem Zeitaufwand. Für Versicherungsnehmer ist eine prozentuale Bemessung an der Bewertungssumme der Versicherung vorteilhaft und gut kalkulierbar.

Ein weiterer Nachteil einer Nettopolice ergibt sich ebenfalls im Zusammenhang mit der Honorarzahlung. Entscheidet sich ein Versicherungsnehmer für einen Tarifwechsel oder eine Kündigung seiner Nettopolice, muss er bei einem erneuten Vertragsabschluss den Makler oder Berater erneut für seine Leistungen bezahlen.

Wie lassen sich Nachteile einer Nettopolice ausgleichen?

Nachteile einer Nettopolice lassen sich teilweise ausgleichen. Das gilt insbesondere beim letzten Punkt. Versicherungsnehmer sollten nach dem Abschluss einer Nettopolice genau abwägen, ob sie den Tarif wechseln oder kündigen möchten. Gerade zu einer Kündigung stellen ein Ruhenlassen des Vertrages oder auch umfangreiche Kapitalentnahmen oft bessere Alternativen dar. Entsprechende Möglichkeiten sind bei Nettopolicen in der Regel gegeben. Der Versicherungsnehmer hat in diesen Fällen die Option, die Versicherung zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen, ohne erneut einen Tarif abschließen und ein Beratungs- oder Vermittlungshonorar zahlen zu müssen.

Wo kann ich eine Nettopolice abschließen

Wer eine Nettopolice abschließen möchte, kann dies bislang vor allem bei zwei Ansprechpartnern tun:

  1. Honorarberater
  2. Versicherungsmakler

Honorarberater haben sich ausschließlich auf die Beratung und Vermittlung von Versicherungstarifen gegen Honorar spezialisiert. Sie bieten keine Provisionstarife an.

Eine Alternative zu Honorarberatern stellen immer öfter Versicherungsmakler dar. Sie vertreiben ursprünglich Provisionstarife. Zunehmend nehmen Makler aber auch Nettotarife in ihr Angebot auf. Das hat für Interessenten einen entscheidenden Vorteil: Der Makler kann sie zu beiden Tarifarten beraten und ihnen genau den Tarif vermitteln, der am besten zu den persönlichen Gegebenheiten und Bedürfnissen des Versicherungsnehmers passt. Das kann dann gegebenenfalls auch ein Provisionstarif sein, wenn dieser für den Versicherungsnehmer im konkreten Fall mehr Vorteile bietet.

Worauf sollte ich bei einer Honorarberatung achten?

Der Abschluss einer Nettopolice ist für viele Versicherungsnehmer noch ungewohnt. Damit ihnen keine Nachteile entstehen, sollten Interessenten einige Punkte beachten:

  • Der Versicherungsnehmer muss die Kosten für Vermittlung und Beratung selber tragen und direkt in Form eines Honorars an den Berater oder Makler zahlen
  • Honorarvermittlung und Honorarberatung sind genau zu unterscheiden
  • Im Vorfeld einer Beratung oder Vermittlung sollte grundsätzlich eine Honorarvereinbarung getroffen werden.

Die Unterscheidung von Honorarberatung und -vermittlung ist für Versicherungsnehmer entscheidend. Bei einer Honorarberatung hat der Makler oder Berater bereits einen Anspruch auf das vereinbarte Honorar, sobald er eine individuelle Empfehlung ausgesprochen hat. Bei einer Honorarvermittlung besteht der Anspruch erst, sobald der Beratene auch tatsächlich einen Versicherungsvertrag geschlossen hat.

Die genauen gewünschten Leistungen sollten in jedem Fall ebenso wie die vereinbarte Bezahlung und Detailabsprachen in einer Honorarvereinbarung festgehalten werden. Auf diese Weise lassen sich spätere Unklarheiten und Missverständnisse zuverlässig vermeiden.