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Unterschied Bruttopolice Nettopolice

Bruttopolicen sind in Deutschland sehr weit verbreitet. Diese Art der Versicherungspolice wird häufig auch als Provisionstarif bezeichnet. Seit einiger Zeit ist allerdings auch immer öfter von sogenannten Nettopolicen die Rede. Diese Tarife werden alternativ auch als Honorartarife bezeichnet. Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Tarifarten besteht vor allem in der Vergütung der Dienstleistungen des Maklers oder des Beraters. Bei einer Nettopolice sind diese Kosten nicht in den Kosten für die Versicherung enthalten. Die Policen sind netto kalkuliert. Daher leitet sich auch der Name ab. Für den Versicherungsnehmer bedeutet das, dass er dem Makler oder dem Berater für seine Dienstleistungen ein separates Honorar zahlen muss.

Bei Bruttopolicen ist das anders. Diese Tarife enthalten im Unterschied zu einer Nettopolice Kosten für die Beratung und die Vermittlung des Tarifes. Für diese Leistungen zahlt der Versicherungsanbieter dem Makler eine Provision. Weil diese Kosten aus dem Versicherungstarif nicht herausgerechnet sind, bezahlt der Versicherungsnehmer sie mit seinen Versicherungsbeiträgen mit. Das gilt vor allem in der ersten Zeit nach Abschluss des Versicherungsvertrages. Die Versicherung zieht von jeder Beitragsrate einen bestimmten Anteil ab, bis die Provisionskosten gewissermaßen abbezahlt sind. Aus der unterschiedlichen Bezahlung des Maklers für Beratung und Vermittlung eines Versicherungstarifes ergeben sich bestimmte Vorteile für den Versicherungsnehmer.

Unterschied Bruttopolice Nettopolice – Kapitalaufbau

Ein großer Unterschied ergibt sich zwischen einer Bruttopolice und einer Nettopolice beim Kapitalaufbau. Bei einer Bruttopolice bezahlt der Versicherungsnehmer in der ersten Zeit nach Vertragsabschluss mit seinen Versicherungsbeiträgen vor allem die Provisionskosten. Für kapitalbildende Versicherungen wie private Rentenversicherungen oder Lebensversicherungen bedeutet das, dass in dieser Zeit nur in einem geringen Umfang ein Kapitalaufbau stattfindet.

Bei einer Nettopolice fließen die Beiträge ab der ersten Beitragszahlung ohne größere Abzüge in den Kapitalaufbau. Insgesamt erfolgt der Kapitalaufbau damit bei einer Nettopolice im Vergleich zu einer Bruttopolice schneller. Über die vollständige Laufzeit der Versicherung zahlt der Versicherungsnehmer insgesamt außerdem mehr Kapital ein, weil keine Abzüge für Provisionen erfolgen. Das alles hat zur Folge, dass bei einer Nettopolice die Erträge insgesamt höher ausfallen. Für den Versicherten bedeutet das, dass er mit höheren Rentenzahlungen oder einer höheren einmaligen Kapitalzahlung rechnen kann. Aus diesem Grund werden Nettopolicen bislang vorrangig im Bereich der kapitalbildenden Versicherungen angeboten. Für reine Risikoversicherungen sind sie vergleichsweise selten erhältlich.

Aus dem schnelleren und insgesamt höheren Kapitalaufbau ergibt sich ein weiterer Unterschied zwischen einer Bruttopolice und einer Nettopolice. Nettopolicen haben im Vergleich zu Bruttopolicen einen höheren Rückkaufwert. Muss der Versicherungsnehmer seine Versicherung kündigen, ist das ein entscheidender Vorteil.

Weitere Unterschiede zwischen Bruttopolice und Nettopolice

Die Unterschiede zwischen einer Bruttopolice und einer Nettopolice beim Kapitalaufbau ergeben sich in erster Linie aus der klaren Trennung zwischen den Kosten für Beratung und Vermittlung sowie den eigentlichen Versicherungsbeiträgen. Weitere Vorteile einer Nettopolice sind für den Versicherungsnehmer:

  • Hohe Transparenz über die Kosten
  • Überblick über den Umfang der Investition in den Versicherungsschutz

Im Gegensatz zu einer Bruttopolice muss der Versicherungsnehmer bei einer Nettopolice die Kosten für Beratung und Vermittlung direkt in Form eines Honorars an den Berater bezahlen. Er weiß daher exakt, wie viel ihn diese Dienstleistungen gekostet haben. Aus dem gleichen Grund hat der Versicherungsnehmer ebenfalls einen genauen Überblick darüber, wie viel er in die Versicherung investiert hat. Da es sich bei Nettopolicen in der Regel um Versicherungen zur Altersvorsorge handelt, weiß der Versicherte damit genau, wie viel er in seine Altersvorsorge investiert.

Ein weiterer Unterschied zwischen Bruttopolice und Nettopolice besteht in vielen Fällen in einer höheren Flexibilität von Honorartarifen. Ein hohes Maß an Flexibilität ist für Versicherungsnehmer gerade bei langfristigen Versicherungstarifen wie im Bereich der Altersvorsorge immer wichtiger. In noch stärkerem Maße als das früher einmal der Fall war, kann das Leben unvorhergesehen Wendungen nehmen. Ein hohes Maß an Flexibilität ist daher bei Versicherungen zur Altersvorsorge inzwischen durchaus üblich. Bei Honorartarifen ist die notwendige Flexibilität oft in einem noch höheren Maße gegeben als bei Bruttotarifen.

Unterschied Abschluss Bruttopolice Nettopolice

Bruttopolicen können Versicherungsnehmer vorrangig bei Maklern oder direkt bei den Versicherungsanbietern abschließen. Bei Nettopolicen ist das ein bisschen anders. Wer eine Nettopolice abschließen möchte, hat dafür bislang vor allem zwei Möglichkeiten:

  1. Honorarberater
  2. Versicherungsmakler

Honorarberater haben sich ausschließlich auf Beratung und Vermittlung von Nettopolicen gegen Honorar spezialisiert. Die Zahl der Honorarberater ist aber vergleichsweise gering.

Eine Alternative zu Honorarberatern stellen Versicherungsmakler dar. Versicherungsmakler vermitteln jedoch üblicherweise vor allem Bruttopolicen. Allerdings nehmen immer mehr Versicherungsmakler auch Nettotarife in ihr Angebot mit auf. Die Chance, dass ein Versicherungsmakler vor Ort auch Honorartarife anbietet, steigt damit ständig. Die Beratung und Vermittlung einer Nettopolice durch einen Versicherungsmakler, der sowohl Netto- wie auch Bruttotarife anbietet, hat für Versicherungsnehmer einen entscheidenden Vorteil. Der Makler kann Interessenten individuell beraten und ihnen genau den Tarif vermitteln, der am besten zu den persönlichen Gegebenheiten und individuellen Verhältnissen des Versicherungsnehmers passt. Das kann im Einzelfall durchaus ein Provisionstarif sein. Denn auch, wenn eine Nettotarife viele Vorteile bietet, muss er nicht immer automatisch für jeden Versicherungsnehmer am besten geeignet sein. Ein Versicherungsmakler, der beide Arten von Versicherungstarifen anbietet, kann dies bei seiner Beratung und Vermittlung eines Tarifes berücksichtigen.

Honorarberatung bei Nettopolice – Darauf sollten Versicherungsnehmer achten

Für Versicherungsnehmer besteht zwischen einer Bruttopolice und einer Nettopolice vor allem bei der Beratung und Vermittlung eines Tarifes ein entscheidender Unterschied. Weil eine Beratung und Vermittlung gegen Honorar für die meisten Versicherungsnehmer bislang noch ungewohnt ist, sollten Interessenten einige Punkte beachten:

  • Bei einer Honorarberatung zahlt der Interessent für die Dienstleistungen des Maklers oder des Beraters ein Honorar.
  • Zwischen Vermittlung und Beratung gibt es einen entscheidenden Unterschied
  • Um spätere Missverständnisse zu vermeiden, sollte in jedem Fall im Vorfeld der Beratung oder Vermittlung eine Honorarvereinbarung getroffen werden.

Im Vorfeld einer Beratung sollten Interessenten und Makler oder Berater in jedem Fall eine Honorarvereinbarung treffen. Darin werden genau die gewünschten Leistungen festgehalten sowie das Honorar, das für diese Leistungen fällig wird. Üblich sind außerdem weitere bestimmte Details wie zum Beispiel Zahlungsmodalitäten.

Ein entscheidender Unterschied besteht zwischen einer Vermittlung und einer Beratung. Diesen Unterschied sollten Interessenten kennen, bevor sie die jeweiligen Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Bei einer Honorarberatung gibt der Berater oder Makler eine Empfehlung, welcher Versicherungstarif für den Beratenen in Frage kommt. Mit dieser Empfehlung hat der Berater oder Makler einen Anspruch auf sein Honorar. Es spielt keine Rolle, ob der Beratene die Empfehlung befolgt oder nicht. Bei einer Honorarvermittlung besteht erst ein Honoraranspruch, wenn der Beratene auch tatsächlich einen Tarif abschließt.