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IDD-Umsetzung: Entwurf überarbeitet



Die EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD wird intensiv diskutiert. Stellt sie doch die Weichen für den Versicherungs-vertrieb neu. Eine überarbeitete Fassung gegenüber dem Referenten-Entwurf vom 21.11.2016 liegt vor.


Grundsätzlich wird in dem Entwurf die Honorarberatung klar von der Provisionsvermittlung getrennt. Neu ist: Der ursprünglich eingeführte „Honorar-Versicherungsberater“ soll nun einfach nur „Versicherungsberater“ heißen. Und: Es soll entweder nur eine Vermittler- oder eine Beratererlaubnis geben. Darüber hinaus sollen zukünftig Versicherungsmakler vonFirmen und Freiberuflern für die Vermittlung von Versicherungsverträgen eine gesonderte

Vergütung verlangen können. Damit wäre die Vermittlung von Nettotarifen gegen ein Honorar weiterhin rechtlich zulässig.Auch sieht der Entwurf die ausdrückliche Möglichkeit vor, im bAV-Bereich auch Arbeitnehmer gegen Entgelt zu beraten.

Neue Regelungen betreffen den Übergang vom Versicherungsvermittler zum „Versicherungsberater“. Vormals war damit der Wegfall der bisherigen Vergütungsansprüche auf Bestandscourtagen verbunden. Das soll nach dem Willen des Gesetzgebers nun nicht mehr so sein. Wer also zum „Versicherungsberater“ wechselt, darf laufende Provisionen aus dem „Altgeschäft“ auch weiterhinannehmen. Neue Verträge mit Bestandskunden dürfen dann jedoch nur noch gegen Honorar abgerechnet werden, bei Neukunden gilt dieses sowieso.


Jörg Maibom, Geschäftsführer der VINEA Makler-Service:

„Ich sehe uns gut aufgestellt. Wir verfolgen die Entwicklung des IDD-Verfahrens sehr genau. Sobald mehr Klarheit herrscht, werden wir die neuen Anforderungen für unsere Partner vertrieblich aufarbeiten.“


Der weitere Fahrplan für die IDD-Umsetzung:

  • Ende März 2017: Erste Lesung im Bundestag
  • Ende Mai 2017: Sachverständigenanhörung im Wirtschaftsausschuss des Bundestages
  • Anfang Juni 2017: Zweite und dritte Lesung im Bundestag
  • Anfang Juli 2017: Beschluss im Bundesrat
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